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Lenchen
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| Atypische Weidemyoglobinurie geschrieben am 05.12.2009 um 15:54 Uhr |
Hallo Winration-Team,
von allen Seiten kriegt man jetzt aufgedrängt Mineralfutter zu geben, um die Pferde vor dieser ätzenden Vergiftung zu schützen. Ich gebe null Mineralfutter, habe nur einen roten Salzleckstein am Wasser liegen.
Habt ihr mehr Infos dazu? |
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| RE: Atypische Weidemyoglobinurie geschrieben am 07.12.2009 um 10:18 Uhr |
Hallo Lenchen,
weil keiner derzeit sagen kann, warum Weidepferde manchmal Verschlag bekommen, nennt man diese Erkrankung eben atypisch. Die seriöse Wissenschaft hat nach unseren Informationen noch keine Erklärung. Dort heißt es klar: Pathogenese: unbekannt.
Generell weiß man, dass es sich um einen Verschlag handelt. Also eine Muskelerkrankung. Ursachen könnten sein: Muskelverletzungen, Muskelentzündungen, Durchblutungsstörungen, Überbelasungen, Überfütterung, Erschöpfungszustände.
Wenn also bei einem gesunden Pferd die Muskeln erkranken und das auf der Weide und im Winter vorkommt, dann könnte das ja was mit der Wasseraufnahme zu tun haben. Man weiß, dass manche Pferde im Winter zu wenig Wasser aufnehmen. Das Blut wird dickflüssiger, die einzelnen Muskelzellen werden schlechter durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Da das Pferd aber heizen muss (= Arbeit), könnte es zu einem Verschlag (Myopathie) kommen. Wenn man das einmal annimmt, dann wäre es wichtig, darauf zu achten, dass Pferde genügend frisches Wasser und Salz zur Verfügung haben. Warum, könnte man sich fragen, passiert dieses Austrocknen gerade im Winter? Eigentlich ganz klar: Im Winter enthält die Luft wesentlich weniger Wasser als im Sommer. Das ist übrigens der Grund, warum wir im Winter immer trockene Lippen haben und uns die Haut vermehrt eincremen müssen.
Das WINration TEAM hat Dir, Lenchen, jetzt so seine Gedanken dazu dargestellt und sieht derzeit überhaupt keine Notwendigkeit, irgendwelche Pülverchen einzusetzen. Deren Wirkung ist nicht abzuschätzen! Kümmere Dich um Salz und Wasser und alles wird gut.
Viele liebe Grüße vom WINration TEAM |
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Lenchen
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| RE: Atypische Weidemyoglobinurie geschrieben am 07.12.2009 um 11:56 Uhr |
Wir geben unseren Pferden Wasser aus einem Bach. Ist das in Ordnung, sofern das Bachwasser sauber ist? Beide Pferde (Trakehner ca. 550 kg, Kaltblut ca. 900 kg) trinken zusammen täglich etwa 100 Liter (ein bisschen was wird sicher auch geplanscht, aber soviel müssen wir immer wieder mit Kanister auffüllen. Ist das genug? Der rote Leckstein liegt direkt neben den Wasserbottichen zur freien Aufnahme. |
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| RE: Atypische Weidemyoglobinurie geschrieben am 07.12.2009 um 18:21 Uhr |
Wir hätten jetzt keine Befürchtungen. Die Wasseraufnahme ist prima. Wenn Du Bedenken haben solltest, dass das Wasser nicht gut ist, dann könnte man das bei einer Lufa als Tränkwasser untersuchen lassen. Aber das würden wir nur bei einem wirklichen Verdacht machen lassen.
Bloß kein Streß in der Viorweihnachtszeit!
Viele Grüße vom WINration TEAM |
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